Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.206
Datum: Samstag, den
05. September 2011
Seite: 19

Kommentar: Höhenflüge

Die Flugnacht in Eisenberg ist die Vorzeige-Leichtathletikveranstaltung in der Region. Die Sportler schwärmen davon.

"Wenn man das hier sieht, geht einem das Herz auf", schwärmte Eisenbergs Stadtbürgermeister Adolf Kauth am Freitagabend während der Eisenberger Flugnacht.
Er ist Stolz auf das, was hier im schmucken Waldstadion entstanden ist.
Zu Recht. Die Flugnacht in Eisenberg ist längst die Vorzeige-Leichtathletikveranstaltung in der Region. Eine Mischung aus hochklassigem Sport und Party. Das kommt beim Publikum bestens an - und bei den Sportlern sowieso. Der Leverkusener Hochspringer Sebastian Kneifel kann es kaum abwarten, im Waldstadion endlich die 2,20 Meter zu überspringen. Stabhochspringer Björn Otto will unbedingt wieder kommen und Paralympics-Sieger Wojtek Czyz war für die Flugnacht extra im Trainingslager. Die Athleten sind begeistert von dem, was Guido Finkler, Marion Schröter und ihre Helfer da aufgebaut haben. Toll, dass am Freitagabend mit dem 17-jährigen Sven Käshammer im Hochsprung auch ein Lokalmatador ran durfte. Der zahlte die Einladung mit einer starken Leistung zurück. Vor solch einer Kulisse ist auch der Athlet von der TSG Grünstadt noch nicht gestartet. Auch er wird es kaum abwarten können, bis er wieder bei der Eisenberger Flugnacht ran darf. Der Region tut eine solche Veranstaltung gut. Spitzensport gibt es nicht nur in den großen Städten.
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.206
Datum: Samstag, den
05. September 2011
Seite: 19

"Schnelle Lady" und fulminante Sprünge

25 Grad, ein lauer Sommerabend, rund 3000 Zuschauer und sportliche Bestleistungen - die achte Auflage der Leichtathletikgala Eisenberger Flugnacht war erneut ein voller Erfolg.
Sportlicher Höhepunkt des Sportfestes im Waldstadion war der neue Stadionrekord von Björn Otto im Stabhochsprung.
Der Athlet vom LAV Bayer Uerdingen / Dormagen überquerte die aufgelegte Latte bei 5,58 Metern. Mit rhythmischem Klatschen feuerten die Zuschauer Björn Otto an. Zur Weltmeisterschaft in Daegu/Südkorea durfte der 33-Jährige, der bei der WM 2007 in Osaka noch Fünfter wurde, nicht mitfahren. "Ich fühle mich noch immer betrogen. Aber ich kann es nun nicht mehr ändern", meinte der Stabhochspringer, der in Eisenberg "einen guten Wettkampf bestreiten wollte".
Seine im August im südpfälzischen Landau übersprungenen 5,80 Meter wurden vom Deutschen Leichtathletik-Verband nicht anerkannt, weil die Anlage nicht nach den internationalen Standards vermessen worden war. In Eisenberg übersprang der 33-jährige Otto die Anfangshöhe von 5,38 Meter genauso wie Vorjahressieger Fabian Schulze (LG München). Doch ein echter Zweikampf wurde es nicht, weil Schulze an der 5,58-Meter-Marke scheiterte. Die Bühne am Ende gehörte ganz Björn Otto. "Es war diesmal nicht einfach, weil wir uns im Hellen eingesprungen haben, aber dann im Dunklen gesprungen sind", sagte der spätere Sieger und betonte, dass der Kasten, in dem der Springer den Stab hineinbringen muss, um sich nach oben zu katapultieren, schwer zu erkennen war. "Und dann hat der Schweinwerfer des Flutlichts doch gut geblendet", meinte Otto, der aber dennoch von der Anlage begeistert war: "Ich komme auf jeden Fall noch einmal her. Wenn ich mich nicht verletzten sollte, dann ist die Veranstaltung auf jeden Fall Pflicht. Die Atmosphäre ist super."
Begeistert von der Atmosphäre ist auch Jahr für Jahr der viermalige Paralympics-Sieger Wojtek Czyz vom 1. FC Kaiserslautern. Für die Flugnacht reiste er extra ins Trainingslager nach Polen. Für den Weitspringer ist die Veranstaltung in Eisenberg auch immer ein Treffen mit seinen Sponsoren und vielen Freunden. Trotz einer Verletzung schaffte er noch die 6,00 Meter.
Den weitesten Satz in die Eisenberger Sandgrube machte nicht ganz unerwartet der Ghanaer Robert Martey mit 7,89 Metern. Für den Mann aus Rotterdam ist der Wettkampf in Eisenberg die ideale Generalprobe für internationale Wettkämpfe geworden. Im vergangenen Jahr bereitete sich Martey noch für Commonwealth-Spiele vor, diesmal war die Flugnacht sozusagen die letzte Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen vor den All-Afrika-Spielen in Mosambik. "Dort will ich eine Medaille", sagte Martey, dessen Sprünge vom Publikum mit Begeisterung verfolgt wurde.
Schon traditionell bildete der von Uli Fehr ins Leben gerufene Junior-Laufcup den Auftakt des Eisenberger Leichtathletik-Meetings. Richtig packend waren dabei die heiß umkämpften Pendelstaffeln des Nachwuchses. Hier verteidigte die Grundschule Ramsen schließlich den Titel der "schnellsten Staffel der Region". Beim Rennen über die "Eisenberger Meile" triumphierte mit Aline Krebs erstmals eine Frau. Die 23-Jährige vom LAZ Zweibrücken stellte mit 4:47,31 Minuten sogar einen neuen Stadionrekord auf. "Ich finde es hier immer super. Wir kommen mit unseren Jugendlichen hierher und wollen einfach laufen", sagte die "schnelle Lady" schmunzelnd, die ihren männlichen Konkurrenten auf der Tartanbahn die Hacken zeigte. Beim Hochsprung wurde der 17-jährige Sven Käshammer von der TSG Grünstadt mit übersprungenen 1,95 Metern hinter Sieger Sebastian Kneifel vom TSV Bayer Leverkusen Zweiter. Was Koordinator Guido Finkler sehr freute: "Schön, dass ein Athlet aus der Region vorne mit dabei ist."
Richtig zittern mussten die Zuschauer und Offiziellen kurz vor dem Stabhochsprungwettbewerb. "Hoffentlich geht das gut", meinte eine Frau und schaute ängstlich in den blauen Himmel. Die fünf Fallschirmspringer fanden aber punktgenau ihre Landezone in der Mitte des Eisenberger Waldstadions, die aus einer blauen Matte bestand. Alles ging glatt. Nach dem letzten Sprung von Björn Otto endete die von der TSG- Leichtathletikabteilung hervorragend organisierte Veranstaltung dann wie gewohnt mit einem großen, fünfminütigen Feuerwerk.
Bericht als
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Ludwigshafener Rundschau
Ausgabe: Nr.205
Datum: Samstag, den
03. September 2011
Seite: 9

Mit Frust im Bauch zum Stadionrekord
Stabhochspringer Björn Otto gewinnt mit 5,58 Meter bei der Eisenberger Flugnacht - Starker Lokalmatador

Das Wetter großartig, die Kulisse phantastisch und die Show gehörte einem, der eigentlich bei der Weltmeisterschaft im südkoreanischen Daegu für eine große Show sorgen wollte: Der Stabhochspringer Björn Otto stellte gestern Abend mit 5,58 Meter vor rund 3000 Zuschauern bei der Flugnacht im Eisenberger Waldstadion einen neuen Stadionrekord auf.
Eigentlich wollte der 33-Jährige vom LAV Bayer Uerdingen/Dormagen noch mehr. 5,58 Meter übersprang er im zweiten Versuch, dann ließ Otto 5,70 Meter auflegen. Gesprungen ist er diese Höhe in diesem Jahr schon mehrmals. In Eisenberg blieb die Latte bei seinen drei Versuchen nicht liegen. "Schade, das war knapp", meinte Otto. "Es war schwierig. Ich bin im Hellen eingesprungen, später war es dunkel und das Flutlicht schien", sagte der 33-Jährige, der den WM-Zug knapp verpasste.
Anfang August übersprang Otto in Landau sogar 5,80 Meter. Diese Höhe wurde vom Deutschen Leichtathletik-Verband aber nicht anerkannt, weil die Anlage nicht nach den internationalen Standards vermessen worden war. "Ich fühle mich immer noch betrogen. Das war eine politische Entscheidung, keine sportliche", sagte Otto gestern Abend. Platz zwei im Stabhochsprung belegte Vorjahressieger Fabian Schulze (LG München) mit 5,38 Metern.
In die Herzen der Zuschauer sprang sich gestern Abend ein 17-jähriger Lokalmatador: Sven Käshammer, eigentlich noch B-Jugendlicher, belegte im Hochsprung den zweiten Platz. Mit 1,95 Meter bestätigte er seine persönliche Bestleistung. Die zwei Meter riss er zwei Mal knapp. "Zum Schluss habe ich zu viel gewollt. Schade, sonst wäre es mein Abend geworden", sagte der Freinsheimer. Den Sieg sicherte sich einmal mehr Sebastian Kneifel (TSV Bayer 04 Leverkusen). Mit seinen 2,08 Metern verfehlte er den von ihm aufgestellten Stadionrekord von 2,16 Metern allerdings deutlich. "Wenn man bedenkt, dass das mein bester Wettkampf seit sechs Wochen war, bin ich eigentlich ganz zufrieden", meinte der 28-Jährige, der sich im Juni eine Fußverletzung zuzog.
Lange verletzt war auch der viermalige Paralympics-Sieger Wojtek Czyz vom 1. FC Kaiserslautern. Die Flugnacht in Eisenberg war sein erster Wettkampf in diesem Jahr. Genau sechs Meter schaffte er im Weitsprung. "Ich hatte wieder eine Zerrung, wollte hier mal probieren, wie es geht. Unter diesen Voraussetzungen bin ich zufrieden", sagte Czyz. Ganz stark: der Ghanaer Robert Martey, der sich mit 7,89 Meter den Sieg im Weitsprung sicherte. "Eigentlich wollte ich die acht Meter schaffen", verriet er. Einen neuen Stadionrekord stellte auch die Zweibrückerin Aline Krebs auf, die die Meile (1609 Meter) in 4:47,31 Minuten lief.
Bericht als
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Unterhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.205
Datum: Samstag, den
03. September 2011
Seite: 19

Lokalmatador sorgt für Überraschung
17-jähriger Sven Käshammer von der TSG Grünstadt wird Zweiter im Hochsprung bei der Eisenberger Flugnacht

Was für ein großartiger Abend in einem der schönsten Leichtathletik-Stadien der Pfalz: Die Flugnacht in Eisenberg war wieder ein richtiges Spektakel. Rund 3000 Zuschauer sahen Leichtathletik der Spitzenklasse. Den gut besetzten Stabhochsprung-Wettbewerb gewann Björn Otto. Der Athlet vom LAV Bayer Uerdingen/Dormagen übersprang 5,58 Meter und schaffte damit einen neuen Stadionrekord. Die Überraschung des Abends war aber der zweite Platz des 17-jährigen Sven Käshammer von der TSG Grünstadt im Hochsprung.
Kaum liegt Käshammer auf der Matte, richtet er sich auch wieder auf, nimmt die Hände vors Gesicht. Es war knapp. Ganz knapp. Seine persönliche Bestleistung von 1,95 Meter hatte er im ersten Versuch gemeistert. An den zwei Metern scheiterte der B-Jugendliche, der in Freinsheim wohnt, hauchdünn. "Ich hätte echt nicht erwartet, dass ich hier Zweiter werde. Da waren ja noch andere dabei, die schon über zwei Meter gesprungen sind", berichtete Käshammer nach einem tollen Wettkampf.
Lediglich dem Stadionrekordhalter Sebastian Kneifel (TSV Bayer 04 Leverkusen) musste sich der Schützling von Heike Siener geschlagen geben. Kneifel siegte mit übersprungenen 2,08 Meter - und gab während des Wettkampfs Käshammer immer wieder Tipps. "Das war klasse", schwärmte der 17-Jährige. Von Kneifel gab es auch ein Lob für das Hochsprung-Talent: "In der B-Jugend war ich auch nicht viel besser. Ich hoffe, dass er möglichst bald die zwei Meter schafft." Der 28-Jährige hatte sich im Juni eine Fußverletzung zugezogen, kommt erst langsam in Form und verfehlte gestern Abend seinen im Vorjahr aufgestellten Stadionrekord von 2,16 Metern deutlich. "Die Kulisse und die Anlage hier sind einfach klasse. Ich will unbedingt derjenige sein, der in Eisenberg als erstes über 2,20 Meter springt", kündigte Kneifel gestern an.
Das würde sicher auch Organisator Guido Finkler von der TSG Eisenberg gut gefallen. Doch auch ohne Stadionrekord im Hochsprung war er zufrieden: "Die Veranstaltung verlief wieder reibungslos. Wir hatten viele Zuschauer und wir haben tolle Leistungen gesehen."
Zufrieden war auch der Sieger im Stabhochsprung: "Die Atmosphäre ist hier genial. Ich will im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederkommen", sagte Björn Otto, der am Ende die Latte bei 5,70 Metern auflegen ließ, aber dreimal knapp scheiterte.
Vorjahressieger Fabian Schulze übersprang die Anfangshöhe von 5,38 Meter, riss dann aber dreimal bei 5,58 Meter. "Schade, es war knapp. Leider konnte ich diesmal nicht das zeigen, was ich zeigen wollte", so Schulze.
Einen weiteren Stadionrekord stellte Aline Krebs beim Lauf über die Meile (1609 Meter) auf. Die 23-Jährige vom LAZ Zweibrücken lief dem Feld schon am Anfang weg und kam in 4:47,31 Minuten ins Ziel. Die alte Bestmarke lag bei 4:49,47 Minuten. "Eigentlich hatte ich mir keine spezielle Zeit vorgenommen, dass es so gekommen ist, ist super", meinte Krebs.
Im Weitsprung schrammte der Ghanaer Robert Martey nur um Haaresbreite an seiner persönlichen Bestmarke vorbei. Der 26-Jährige, der in der Niederlande in Rotterdam lebt und trainiert, gewann mit 7,89 Metern den Wettbewerb. Damit blieb er nur drei Zentimeter unter seinem eigenen Rekord. "Ich bin sehr zufrieden. Mein Ziel war es zwar, hier endlich die Acht-Meter-Marke zu knacken. Dass es letztlich nicht ganz gereicht hat, ist aber nicht schlimm", sagte Martey. Zweitweitester Athlet war Jan Brunken von der LG Göttingen, der 7,45 Meter sprang.
Immer wieder feuerte das Publikum mit rhythmischem Klatschen Wojtek Czyz vom 1. FC Kaiserslautern an. Der Paralympics-Sieger schaffte im letzten Sprung die sechs Meter. "Ich war für die Flugnacht extra im Trainingslager in Polen", sagte Czyz, der wegen einer Verletzung am Rücken und in der Wade lange ausfiel und in Eisenberg seinen ersten Wettkampf in diesem Jahr bestritt. "Unter diesen Voraussetzungen bin ich zufrieden." Die Flugnacht in Eisenberg, sie gehörte für Czyz auch zur Vorbereitung auf die Paralympics im nächsten Jahr in London.
Wie in den Vorjahren waren auch diesmal die Staffelrennen der Grundschulen ein Höhepunkt. Den Sieg sicherten sich die Titelverteidiger aus Ramsen vor den Staffeln aus Kerzenheim und Göllheim.
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